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Diskussionsverlauf: Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

01.05.2018 13:04 Sonne - positiv bewerten nach Login! 0    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  ON! MA  Ma teilen

Interessant, wenn wir uns dazu auf dem Laufenden halten.

Z.B. ist Kevin Kühnert (SPD) dagegen.

01.05.2018 13:11 Sonne - positiv bewerten nach Login! 1    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  ON! MA  Ma bearbeitet | teilen
Meine Anfrage an Kevin auf FB:

Zukunft der Arbeit. Jobs gehen verloren. Wird es dann nicht unweigerlich zum BGE kommen? Wie ich heute gelesen habe, sind Sie gegen da BGE.

-------------------------

Kevin Kühnerts Antwort

Seit 50 Jahren wird uns das Ende der Arbeit prognostiziert. Eingetreten ist das aber nie.
Arbeit wandelt sich, Arbeitsplätze und ganze Berufsgruppen verschwinden, dafür entstehen neue. Das ist eine Herausforderung, aber eben keine, die wir nicht bewältigen könnten.
Mit dem BGE liefen wir Gefahr, uns endgültig von einer gerechten Verteilung des Wohlstands zu verabschieden. Ich weiß nicht was daran links sein soll, wenn Millionen Menschen mit einem netten Zubrot abgespeist werden, während der Rest das Erwirtschaftete munter unter sich verteilt. Nach Gerechtigkeit klingt das für meine Ohren jedenfalls nicht.

------------------

Meine Erwiderung:

Wenn ich mit einem Auszug aus einem Interview mit Herrn David Precht
antworten darf.

„Deutschland wird sich durch die Digitalisierung und Automation weitaus stärker verändern, als viele in Politik und Wirtschaft das wahrhaben wollen, kritisiert Richard David Precht. Im Interview mit XING„Zu glauben, dass durch die Digitalisierung genauso viele neue Jobs entstehen wie wegfallen, ist falsch“
Zu Beginn der Industriellen Revolution haben die Menschen 80 Stunden pro Woche gearbeitet, das war vollkommen normal. Schon als die Arbeitszeit dann immer weniger wurde, haben viele Ältere darüber geklagt, wie faul denn die Jüngeren auf einmal seien. Wenn Sie 1850 erzählt hätten, es gibt eine 37-Stunden-Woche, oder Sie könnten als Metallarbeiter einen 28-Stunden-Job realisieren, dann wären Sie als Quatschkopf abgetan worden. Heute ist das aber relativ normal.

Und so wird es in Zukunft normal sein, dass viele Menschen noch weniger arbeiten. Es werden neue Jobs entstehen, aber es ist ja klar, dass diese Jobs nicht oder nur selten von denen gemacht werden können, deren alte verloren gehen. Wenn der Busfahrer in zehn Jahren seine Arbeit verliert, dann kann der nicht anschließend Designer für Virtual Reality werden, oder Big Data Analyst.

......es gibt ja auch ein paar Ökonomen, z.B. Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft oder Ulrich Grillo vom Bundesverband der deutschen Industrie, die bestreiten einfach, dass die Arbeitslosigkeit kommt. Für mich ist das ein Kopf in den Sand stecken, weil man die Menschen nicht irritieren will.

Ja, ich bin für ein Grundeinkommen, in einer Höhe von mindestens 1500 Euro. Das kann zwar in Zukunft nicht mehr über Erwerbsarbeit finanziert werden…..
sondern durch Mikrosteuern, z.B. wenn man die Finanztransaktionen besteuert. Für die Schweiz etwa würden 0,05 Prozent Steuer auf Finanztransaktionen ausreichen, um ein Grundeinkommen auszuzahlen. Ich weiß nicht, wie hoch genau der Betrag für Deutschland wäre, vielleicht in einem Bereich von 0,3 bis 0,4 Prozent. Wenn also auf allen Zahlungsverkehr 0,4 Prozent Steuern erhoben würde, dann können Sie in Deutschland wahrscheinlich ein Grundeinkommen bezahlen.“

Quelle:

(l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%...)
----

Z.Zt. ist das BGE ja überall im Gespräch und es werden verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten durchgespielt.
Schon zu Willy Brandts Zeiten, als in den Betrieben auf EDV umgestellt wurde, sprach er von einer Maschinensteuer, die von den Firmen gezahlt werden sollte.
So, ist jetzt von einer Digitalsteuer die Rede. Damit würden auch die Arbeitgeber in die Pflicht genommen, da sie Personalkosten einsparen.

Also, ich finde die Vorstellung wunderbar, wenn jeder Mensch eine finanzielle Rückendeckung hat, keine Angst zu haben baucht, egal was geschieht, er ist soweit abgesichert, das er niemals unter der Brücke landet. Das macht den Kopf frei.
Wie toll, wenn Eltern, die Möglichkeit haben, mit einem Halbtagsjob, so viel Zeit für ihre Kinder zu haben und trotzdem finanziell auf nichts verzichten zu müssen.
Und nicht nur die Alleinerziehenden, auch berufstätige Eltern sind heutzutage,
gestresste Menschen. Andere wiederum können sich dann in aller Ruhe um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern.
Es besteht ja kein Berufsverbot, sofern der Job noch existiert und man ganztags arbeiten möchte, bitte. Oder man nimmt sich eine Auszeit zur Berufs- und Weiterbildung. Und wer sagt, mir reicht das BGE, auch ok. Dann lebt derjenige in den Tag hinein, geht seinen Hobbys nach oder/und Ehrenamt, Nachbarschaftshilfe usw.
Soviel Freiheit, so gesehen müssten die Menschen doch keine Angst vor der Zukunft haben.
Wenn ich jetzt das Wort AGEDA höre, dreht sich mir der Magen um, das wär aber endlich mal eine tolle AGENDA, zur Freude der Bürger.

Es scheint finanziell machbar und das ist nun Aufgabe der Politiker, das durchzurechnen, die richtigen Wege einzuschlagen, damit das Erwirtschaftete nicht munter unter den wenigen da "Oben" verteilt wird und bitte öffentlich diskutieren in den Medien, FS usw., denn wir sind mündige Bürger, dieses
Hinterzimmergemauchel haben wir so satt, wir wollen mithören, informiert werden.

Nun zum Schluss, auch, wenn es sich so anhört, ich bin keine glühende Verfechterin des BGE, dazu fehlen mir Pro- und Kontraargumente,
um mir eine abschliessende Meinung zu bilden. Aber so grundsätzlich,
stehe ich dem Positiv gegenüber.
…und noch so ein Spruch der kommt, zu faul zum Arbeiten? Nein, ich habe immer gearbeitet, war selbstständig, Kind und Pflegekind betreut, hab meine Eltern bis zum Tod gepflegt usw.
Aber ich wünsche der nächsten Generation, keine Zukunftsangst, kein Stress und ein finanzielles Auskommen und die Freiheit selbst zu entscheiden.

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Mal sehen, ob er antwortet.

01.05.2018 13:32 Sonne - positiv bewerten nach Login! 1    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  NO! martin bearbeitet | teilen
Habt ihr gestern "Hart aber fair" gesehen? Mir kommt es so vor, dass der Herr Lindner ein Repertoire aus Phrasen und Textbausteinen hat, das er immer wieder gebetsmühlenartig abspult: Qualifikation statt Mindestlohn, etc. Auf die Frage der Friseurin, wie sie sich weiterbilden kann, um nicht in die Altersarmutsfalle zu gelangen, konnte er auch keine Antwort geben. Man kann sich doch nicht mit 50+ von einem Handwerker zu einem Softwareingenieur umschulen lassen.

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01.05.2018 14:26 Sonne - positiv bewerten nach Login! 2    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  ON! MA  Ma bearbeitet | teilen
Lieber Martin, Herr Lindner (FDP) mehr muss ich wohl nicht sagen.

01.05.2018 15:05 Sonne - positiv bewerten nach Login! 0    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  NO! martin teilen
@Ma : hast du die Debatte gestern auch gesehen?

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01.05.2018 15:38 Sonne - positiv bewerten nach Login! 0    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  ON! MA  Ma teilen
Ja, lieber Martin, hab ich gesehen.

01.05.2018 15:40 Sonne - positiv bewerten nach Login! 0    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  NO! martin teilen
Und? Wie hast du sie gefunden?

01.05.2018 15:44 Sonne - positiv bewerten nach Login! 1    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  NO! M.R teilen
@ Ma toller Beitrag, ich bin gespannt ob Kühnert antwortet und wie!

@ Martin, ich hab gestern Abend schon geschrieben das der Lindner sich nur gebetsmühlenartig wiederholt. Als er dann kam, er gibt dem Lieferanten der sein Essen bring 2 Euro hätt ich schreien können. Klar 2 Euro, sehr sozial der Lindner nach dem man 10.000 de verdient

01.05.2018 15:59 Sonne - positiv bewerten nach Login! 1    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  NO! martin teilen
@M.R ja, vermutlich ist von dem nichts Neues mehr zu erwarten

01.05.2018 16:19 Sonne - positiv bewerten nach Login! 1    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  NO! M.R teilen
vermutlich nicht Ma.
Simone Lange hat auch grad etwas dazu auf ihrer FB SEite gepostet, von den Gewerkschaften, ich stell den link mal zur Sammlung

02.05.2018 04:27 Sonne - positiv bewerten nach Login! 1    Wolke - negativ bewerten nach Login! 0  ON! MA  Ma bearbeitet | teilen
BGE ich bleib jetzt mal bei den 1.500 €

das durch die Transaktionssteuer, Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer und so zu schaffen ist.

Die Vermögenden sind gegen das BGE

Schaut man sich die Art der Steuereinnahmen an, weiss man warum.
In meinen Augen bedeutet das BGE eine Umverteilung von OBEN nach UNTEN.

-----

Kath.Kirche, Bischof Marx sagte 2017 er ist dagegen.
Warum?
Meine Überlegung. Der Staat D und die Kirchen haben vor ewig langer Zeit einen Vertrag geschlossen, wonach der Abeitgeber, sofort bei Lohnauszahlung, sondundsoviel Prozent von der Lohnsteuer, einbehält, die sogen. Kirchensteuer. Wenn jetzt also weniger Menschen in Arbeit sind, Lohnsteuer zahlen, fehlt der Kirche das Geld.

Ebenso die Gewerkschaften, die sind gegen das BGE.
Warum?
Auch hier, zahlen die Arbeitnehmer, Gewerkschaftsbeiträge, die nach der Höhe ihres Einkommen berechnet werden.

Die SPD, sofern Minister und "Obere Etage", Nahles Olaf Scholz, Hubertus Heil, Karl Lauterbach sind dagegen.
Warum?

Offiziell sagen sie:
Die Arbeitgeber beuten dann die Arbeiter aus. (Was geschieht denn heute?)
Also, die Menschen in BGE, wollen dazu verdienen, wenige Stellen, Stundenlohn wird gedrückt.

Gleichzeitig wird seitens der Politiker gesagt, der Mensch ist nur zufrieden, wenn er bezahlte Arbeit hat. Hmh.....
Ist das so?
Wie David Brecht (oben im Link) sagt, die reichen Griechen wandelten in ihren Tempeln, so sinngemäß, ihr Lebensinn bestand nicht, durch Arbeit Erfüllung zu finden.

Eigentlich sind all diese Überlegungen unsinnig.
Wir ziehen das Pferd von hinten auf.

Wenn wir uns vor Augen halten, es gibt nur noch eine begrenzte Zahl an Arbeitsplätzen, die besetzt werden KÖNNEN! Wie können wir dann von Vollbeschäftigung sprechen? Oder, der Mensch wird nur durch, mit Arbeit froh?

Also, es führt kein Weg am BGE vorbei oder will man 70% der Bevölkerung verhungern lassen? Das lässt das Grundgesetz nicht zu.
Hier ist die Regierung gefragt, das Kapital so zu verteilen, Geld genug ist da!, das es gerecht umverteilt wird.

Wo werden menschliche Hände gebraucht?
Kinder, Senioren, Pflege, das sind die Zukunftsberufe.
Wenige,gut geschulte Kräfte um in der digitalen Welt, alles am Laufen zu halten.

----

Muss ein KH, Seniorenheim, Gewinne einfahren?
Also müssten die wieder in staatlicher Hand sein, kostendeckend arbeiten, und statt Gewinne an Aktionäre auszuzahlen, gute Gehälter zahlen.

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Auch angedacht: Alle jungen Frauen, wie Männer müssen ein soziales Jahr leisten.

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